30 Aug
Ich denke mal es sollte fast jedem Dropbox Benutzer klar sein, dass man den zur Verfügung stehenden Speicher von 2GB durch Invites auf bis zu 10GB Speicher (+250MB Tutorial) aufstocken kann. Dafür muss man normalerweise eine ganze Menge Leute einladen. Oder sagen wir besser: kann man machen, muss man aber nicht!
Wir wollen unseren Speicher ohne externe Hilfe erweitern, zumindest ein wenig. Dazu bedienen wir uns der Virtualisierung.
Mit Hilfe von Virtualisierung lassen sich diese 32 “Freunde”, die man einladen müsste um 8GB zusätzlich zu bekommen, einfach andeuten.
Vorgehensweise | How-To
Dropbox installieren bis zu dem Punkt: ( ) I don’t have a Dropbox AccountSo ist der Weg zu 10GB Speicherplatz nicht mehr lang, es benötigt aber etwas Zeit bei 32 gefakten Einladungen ![]()

Ich werde diesen Trick nicht weiter anfassen bis mein Speicherplatz voll ist und ich unbedingt mehr Platz benötige. Und ja, grundsätzlich funktioniert der Trick natürlich auch ohne Virtualisierung aber es wird komplizierter und kostet mehr Zeit.
26 Aug
if errorlevel hilft beim Batchscripting um Fehler während der Ausführung eines Befehls abzufangen. Hier verbirgt sich aber ein Anfängerfehler, über den jeder mal stolpert.
Ein Befehl, der ausgeführt wird, gibt normalerweise einen Wert zurück, wenn er fertig ausgeführt wurde. Dieser Rückgabewert ist normalerweise 0, wenn der Befehl erfolgreich ausgeführt wurde. Fehler werden mit einem positiven Rückgabewert ungleich 0 angegeben. Viele Programme haben für verschiedene Fehler auch verschiedene Rückgabewerte, diese muss uns aber nicht weiter interessieren.
Mit if errorlevel fragen wir den Rückgabewert des zuvor ausgeführten Befehls ab.
Ein Beispiel:
md c:\checkdir if errorlevel 0 echo Test
Was macht diese Befehlskombi? Man könnte denken der Rückgabewert von md (makedir – Verzeichnis erstellen) wird geprüft und wenn der Befehl erfolgreich ausgeführt wurde (errorlevel 0) dann wird “Test” ausgegeben.
Stattdessen wird aber immer “Test” ausgegeben, egal ob der Befehl erfolgreich ausgeführt wurde oder nicht. Warum?
Geprüft wird nicht if errorlevel = X sondern if errorlevel >= X! Demzufolge prüft if errorlevel 0 nicht nur auf den Wert 0 sondern prüft mit >= 0 auch alle Werte, die größer sind als 0.
Das heißt egal ob ein Programm 0 zurück gibt, 1 oder 213, der Befehl hinter if errorlevel 0 wird immer ausgeführt.
Korrekt müsste es lauten:
md c:\checkdir if errorlevel 1 goto fehler echo befehl erfolgreich :fehler echo befehl nicht erfolgreich
Alle Rückgabewerte >= 1 (nicht erfolgreich) werden nun also an die “fehler” Sprungmarke geschickt. Der Ablauf des erfolgreichen Programmteils erfolgt normal unter der errorlevel Abfrage.
19 Aug
Es kann vorkommen, dass eine Softwareinstallation via GPO nicht so rund läuft und die Software fehlerhaft installiert wird. Die Gruppenrichtlinie sieht die (fehlerhaft) installierte Software und hakt diesen Punkt also ab, die Softwareinstallation bleibt fehlerhaft. Wenn nun auch die manuelle Deinstalltion der Software nichts daran ändert und die Gruppenrichtlinie immernoch nicht die Software neu zuweisen will, muss ein Trick her.
Grundsätzlich kann natürlich mein Guide zum Troubleshooten von GPO-/Softwareinstallationsfehlern helfen.
Ich möchte jetzt aber noch einen Trick ergänzen, den ich gestern entdeckt habe.
Grundsätzlich hilft bei diesem Problem (Installation fehlerhaft, Deinstallation wird nicht erkannt) wie erwähnt das Löschen des Registry Keys
HKLM/Software/Microsoft/Windows/CurrentVersion/Group Policy
und die komplette Gruppenrichtlinie wird erneut angewandt.
Wenn in der Softwareinstallation nun aber 5-10 Programme stehen und dann alle neu installiert werden ist das eine wirklich zeitraubende Lösung. Möglicherweise verlorene Programmfeatures, Updates, Pakete, Einstellungen durch die Neuinstallation sind auch oft ärgerlich.
Also wäre es besser nur die Installation zurückzusetzen, die tatsächlich fehlerhaft ist.

Geht in den Group Policy Key (siehe oben), dort in “AppMgmt” und ihr werdet einige GUID Schlüssel sehen. Jeder Schlüssel representiert eine Softwareinstallation. Klickt eine GUID an und schaut euch den Wert “Deployment Name” an, dort steht der Softwarename, den ihr in der GPO vergeben habt.
Löscht den Schlüssel der fehlerhaften Software und startet den Computer neu.
Die GPO wird jetzt diese Software neu installieren.
Gibt es immernoch Probleme dann deinstalliert die Software erneut, löscht alle Spuren (Regcleaner wie CCleaner), löscht den eventuell verbliebenen Installerverweis mit Microsoft Installation CleanUp Utility, löscht nochmal den Registry Key und rebootet nochmal den PC. Spätestens jetzt sollte die Software so korrekt installiert werden. Wenn nicht liegt der Fehler eher woanders
18 Aug
Die IP-Einstellungen einer Netzwerkverbindung nicht von Hand sondern mit einem Batch Script machen zu lassen kann mehrere Vorteile haben. Natürlich schließt man dadurch Tippfehler aus und spart auch ein wenig Zeit aber sinnvoller ist der Einsatz bei mehreren Standorten mit unterschiedlichen IP-Einstellungen, zwischen denen man selber oder ein Kollege pendelt. Die IP Settings eines jeden Standorts lassen sich dann einfach per Doppelklick übernehmen.
Hier ein Beispiel Batch Script:
netsh interface ip set address "LAN-Verbindung" static 192.168.178.44 255.255.255.0 192.168.178.1 256 netsh interface ip set dns "LAN-Verbindung" static 192.168.178.10 PRIMARY netsh interface ip set dns "LAN-Verbindung" static 192.168.178.11 index=2
Achtung: Hier müssen also Name der Netzwerkverbindung und natürlich die Adressen angepasst werden.
Mit diesem Script werden an der Netzwerkverbindung “LAN-Verbindung” folgende Einstellungen übernommen:
IP-Adresse: 192.168.178.44
Subnetzmaske: 255.255.255.0
Gateway: 192.168.178.1
Gateway-Metrik: 256
DNS 1: 192.168.178.10
DNS 2: 192.168.178.11
Für DHCP bei den IP- als auch den DNS-Einstellungen einfach folgende Zeilen verwenden:
netsh interface ip set address "LAN-Verbindung" dhcp netsh interface ip set dns "LAN-Verbindung" dhcp
Für Informationen zu den aktuellen Einstellungen reicht der Befehl netsh interface ip show config oder ganz klassisch ipconfig /all.
2 Jul
aida32 ist zugegebenermaßen kein sehr aktuelles Programm, die letzte Version kam 2004 raus und fällt bei den meisten Administratoren deswegen schon direkt durch. Was ich aber sehr schätze ist, dass das Programm klein ist, keine Installation benötigt, keine Lizenzeinschränkungen im Business Bereich hat und seine Aufgaben möglichst performant, schnell erledigt. Für eine netzwerkweite Inventarisierung wollte ich zuerst msinfo32 nutzen, dass bei jedem Windows System von Hause aus mitgeliefert wird (%commonprogramfiles%/microsoft shared/msinfo/msinfo32.exe) und auch alles nötige über das System herausfinden und als Report auch abspeichern kann.
Leider funktioniert das Programm ab Windows Vista nicht mehr korrekt, um genau zu sein werden wichtige Paramter einfach ignoriert. Die Parameter /category oder /categories, die für eine performante Inventarisierung unverzichtbar sind, werden gekonnt missachtet. Das fällt also leider raus.
Programme wie SIW 2010, Everest o.Ä. sind in kommerziellen oder Businessbereichen zu lizenzieren und eventuell auch einfach zu umfangreich.
Also, ich hab mir erstmal aida32 3.93 auf unser Netzlaufwerk geschoben.
Als nächstes ist es wichtig eine klare Vorstellung davon zu haben, was inventarisiert werden soll. Alles zu inventarisieren ist absolut kontraproduktiv. Der Vorgang an sich würde bestimmt eine Minute dauern und der Informationsgehalt wäre für die Administratoren auch einfach zu extrem.
Folgende Daten waren mir in unserem Netzwerk wichtig:
Um von Aida32 wirklich nur diese Informationen zu bekommen muss man sich eine Berichtvorlage erstellen. Das ist schnell gemacht, einfach Aida32 starten und dann beim Berichtsprofil unter Bericht -> Bericht-Assistent Pro/Lite... “angepasste Auswahl” einstellen. So habe ich nur die Bereich aktiviert, die ich brauche. Generiert wird eine .rpf Datei im Verzeichnis von aida32, die nachher noch wichtig ist.
Es ist zu empfehlen möglichst wenig Daten zu sammeln um den Vorgang der Analyse, die ja bei jedem Systemstart dann durchgeführt wird, möglich gering zu halten. Die Analyse sollte nicht länger als 10 Sekunden dauern, der Userstimmung wegen. Wird mehr Zeit benötigt würde ich unnötige Informationen aussortieren. Meine paar Dinge reichen vollkommen aus und sind in 3-6 Sekunden erfasst, je nach Rechnertyp. Je nach Anzahl der Mitarbeiter/Computer und der Arbeitsstimmung her muss jeder Administrator das aber selber einschätzen.
Nun brauchen wir den Bericht durch einen Batchbefehl, den wir dann später zum Automatisieren des Vorgangs nutzen. Also die CMD öffnen und zuerst schauen wir in die Hilfe von aida32: aida32.exe /? (aus dem Verzeichnis von aida32 raus oder mit dem entsprechenden Pfad davor) bringt nämlich erstaunlich viele Parameter zum Vorschein, mit der sich die Inventarisierung super steuern lässt.
Folgenden Befehl nutze ich für die Aufgabe:
\\serverpfad\zu\aida32\aida32.exe /r "\\serverpfad\zu\den\logs\$hostname" /text /silent /safe /custom "iqb.rpf"
Also, mit /r erstelle ich allgemein einen Report im Verzeichnis bla\logs\. Der Dateiname wird mit $hostname auf den Namen des Computers gesetzt. Bei diesem Pfad keine Dateiendung angeben, diese wird nämlich mit dem Parameter für das gewünschte Format, bei mir /text, von alleine ergänzt. /silent führt den Vorgang ohne GUI durch, mit /safe umgeht aida32 das Laden der Gerätetreiber, was anscheinend eine häufige Fehler/Konfliktquelle sein soll. Die letzte Option /custom übergibt aida32 meine benutzerdefinierte Berichtvorlage, sodass nur die Informationen ermittelt werden, die ich brauche.
![]()
Wenn der Test in der CMD klappt wars das eigentlich schon. Diesen Befehl jetzt am besten als Startscript in ein GPO einbauen und an alle Computerobjekte knüpfen, die inventarisiert werden sollen. Done! Ich hoffe, ich konnte helfen. Fragen, Verbesserungen, etc, wie immer in den Comments!